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Thema: Kinderglück: Auftrag an Kirche und Gesellschaft
Ort: Stephanisaal, Curhaus am Stephansplatz
Termin: Mi 13.10.2010, 19 Uhr 

Moderation: Univ. Prof. Dr. Mazal

Podium:

Univ. Prof. Dr. Paul Zulehner:
Werden, was wir sind. Liebende. Und die Rolle der Kirchen dabei.

Neurowissenschaften (Hüther, Bauer) lehren, dass Menschen formbar sind: Im Guten wie im Bösen. So können Kinder von „den von den Vätern ererbten sinnlosen Lebensweise“ (1 Petr 1,18) erfasst werden, oder aber eine alternative Lebensweise, nämlich eine Kultur der Liebe lernen. Dazu aber braucht es, so Hüther, Gemeinschaften der Liebe. Das ist ein hoher Anspruch an die Kirche und an alle Lebensfelder der Kinder in unseren modernen Gesellschaften.

Rektorin MMag. DDr. habil. Ulrike Greiner (PH Oberösterreich):
Kinder als Subjekte. Neue Wege in der LehrerInnenbildung.

Wenn wir über die Qualität der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen nachdenken und die Rückmeldungen der Studierenden ernstnehmen, die sich auf den Lehrberuf vorbereiten, so wünscht man sich, konkrete Kinderwelten, kindliche Erfahrungen von Glück und Leid  und lernbiographische Entwicklungen als „konkrete Fälle“ der Hochschullehre in den Mittelpunkt zu stellen, bis hin zur Frage, wie die realen Begegnungen mit den (lernenden) Kindern während des Studiums so gestaltet werden können, dass für Studierende die Bedeutung und Verantwortung ihres zukünftigen Berufes nachhaltig sichtbar wird. Hier sollen die Bemühungen, das „lernende Kind“ in den Mittelpunkt der hochschulischen Lehre zu stellen, skizziert werden.

Dr. Stefan Zechner (FA für Psychiatrie, Verein PASS Wien)  
Biographie des Unglücks. 

Biographisch Gemeinsamkeiten in der Kindheit bei gescheiterten Lebensentwürfen.
 

Prof. Heidemarie Zürner (Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule):
„Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben – Was wir von Kindern lernen können“

Jedes Kind kommt als Novum, als einzigartiger unersetzbarer Botschafter Gottes auf die Welt. (Gen 2,7: Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in sine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.) Es will sein Potenzial als geistbegabtes Wesen entfalten, einbringen und altersadäquat seine Wahlmöglichkeiten zur Selbst- und Weltgestaltung leben und Verantwortung dafür übernehmen. Nehmen wir den Menschen in diesem Auftrag ernst, wird er sein Leben gelingend und sinnvoll gestalten. Reduzieren wir den Menschen jedoch ausschließlich auf seine Bedürfnisse und Zustände, wird er sich zur Wehr setzen und entsprechend seinen Anlagen mit Aggression, Depression oder Suchtverhalten reagieren.

Ziel der Diskussion ist es, die Bedingungen des gesellschaftlichen Umfelds und der Erziehung aufzuzeigen, mit denen Kinder die besten Startvoraussetzungen für ein glückendes und selbstverantwortliches Leben vorfinden. Der Auftrag der Kirche soll dabei besonders formuliert werden, als Anfrage wie auch als Auftrag an ihre pastorale und spirituelle Praxis. Überladene Sehnsüchte sollen ebenso entlarvt werden wie strukturelle Devianzen in Gesellschaft und Kirche.

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FRÜHERE VERANSTALTUNGEN

=> Interdisziplinäres Symposium „Auswirkung einer Scheidung auf das Kind“ am Montag, dem 8. Juni 2009 im Hörsaal der Psychiatrie der Kliniken am Südgarten (AKH Wien).

ReferentInnen:

Richterin Dr. Ursula Kovar:
Aus den Erfahrungen einer Familienrichterin

Scheidungsanwältin Dr. Brigitte Birnbaum:
Meine Erfahrungen im Scheidungsalltag

Rektorin DDr. Ulrike Greiner:
Auswirkungen von Scheidung auf die Lernprozesse von Kinder

Psychologe Ass. Prof. Dr. Harald Werneck:
Scheidungsfolgen  aus entwicklungspsychologischer Sicht

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=> Seminar: Kinder im österreichischen Recht: Überlegungen zur Einführung einer Kinderverträglichkeitsprüfung  am 19. November 2008 im Juridicum, Wien

ReferentInnen:

Mag. Martina Rosenmayr, Assistentin am Institut für Zivilrecht, Uni Wien:
Kinder im Zivilrecht: Strukturen und Defizite des geltenden Rechts.

Dr. Ursula Kovar, Richterin am Bezirksgericht Hietzing:
Kinder am Familiengericht: Formüberlegungen aus praktischer Erfahrung.

Prof. Wolfgang Mazal, Prof. für Arbeits- und Sozialrecht, Uni Wien:
Wie könnte eine Kinderverträglichkeitsprüfung aussehen? Reformüberlegungen.

 
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(red)





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„Kindererziehung gehrt zur Selbstkritik, also zur Selbsterkenntnis und führt zur Selbsterziehung.“ Erwin Guido Kolbenheyer
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