| Das Buch: "Eine Lobby für Kinder" |
| Hier möchten wir Ihnen gerne unser erstes gemeinsames Buch vorstellen: "Lobby für Kinder", Dezember 2007. Es ist um EUR 14,90 erhältlich und kann per Email über: info@lobbyfuerkinder.at bestellt werden |
Der Content:In einem ersten Schritt werden von CHRISTINE MANN Beobachtungen heutiger Kinder- und Kindheitswelten, auch in ihrer geschichtlichen Herkunft angestellt und manche, wenig förderliche Instrumentalisierungen, wie sie sich im Bereich der Eltern-, Familien- und Bildungswelt abzeichnen, aufgezeigt. Vor allem wird auch eine Vision einer Gesellschaft angedeutet, in der die Stimmen der Kinder auch in ihrem kritischen Potenzial zur derzeitigen Lebenswelt gehört und ernst genommen werden. So werden Leitbegriffe heutiger programmatischer Texte zur europäischen Bildung, Anpassung und Adjustierung der nachfolgenden Generation, auf ihre Bedeutung in einer Zeit hinterfragt, in der zugleich jener Menschen feierlich gedacht wird, die sich für Widerstand und Verweigerung entschieden haben. WOLFGANG MAZAL fasst anschließend die rechtlichen Gegebenheiten zusammen, die das Leben von Kindern in Österreich, in Europa und weltweit bestimmen beziehungsweise bestimmen könnten. Solche Entwicklungen sind einerseits Ausdruck von bereits vorhandenem Rechtsbewusstsein, andererseits sind sie, als konkrete Ausprägung des Verhältnisses von Ethos und Recht, Anstoß und Herausforderung für verantwortetes weiteres Denken und Handeln im Rahmen gesetzlicher Normen, aber auch im Bereich der Zivilgesellschaft. Eine Zusammenschau kindbezogener Regelungen in wichtigen Materien des österreichischen Rechts mit einem Anstoß zu einer umfassenden Kinderverträglichkeitsprüfung runden den Beitrag ab. PAUL MICHAEL ZULEHNER geht der Frage nach, wo sich jene Zukunftsbiotope ausmachen lassen, in denen ein Lebenswissen erarbeitet, gelebt und weiter gegeben werden kann, das eine Alternative zu unserem gängigen Lebenswissen darstellt. Es geht um Eckpunkte einer möglichen Kontrasozialisation in einer Gesellschaft, die intensiv daran arbeitet, die nächste Generation vor allem nahtlos an- und einzupassen in einen Lebensstil, von dem im Grunde alle wissen, dass er nicht zukunftstauglich ist. Die Überlegungen stellen die Fragen nach Freiheit, nach Solidarität und nach Wahrheit als wesentliche Strömungen europäischer Kultur. MAX FRIEDRICH legt in seinem Beitrag die Entwicklung von Lebensängsten von Kindern und Jugendlichen dar, die sich als Antwort auf reale Bedrohungen, aber auch als allgemeine Zukunftsängste verstehen. Geeignete und bedrohliche Strategien zur Angstbewältigung werden vorgestellt und der Auftrag an eine Lobby für Kinder unter dem Aspekt eines kompetenten Umgangs mit Angst und Angstbewältigung auf den Punkt gebracht: Ermutigung zu einer behutsamen und liebvollen pädagogischen peripatetischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen. KURT SCHOLZ will gegen alle gesellschaftlichen Beruhigungsmechanismen hinsichtlich der so guten Lebenssituation von Kindern in Österreich beunruhigen. Österreich steht dabei exemplarisch für ein reiches Land des Westens, in dem Kinder aber Armut leiden.Nach einem kritischen Blick auf die mediale Darstellung von Kinderwelten wird blitzlichtartig auch die Schulrealität beleuchtet. Es geht um Fragen von Bildungsgerechtigkeit, um die mangelnde Befähigung von Lehrkräften, adäquat auf die veränderten Anforderungen zu reagieren und um all jene Interessen, durch die die nachfolgende Generation mehr oder minder auffällig instrumentalisiert wird. ULRIKE GREINER‘s Beitrag versteht sich als ein Plädoyer für eine neue Erziehungsverantwortung unter veränderten (kinder-)gesellschaftlichen Bedingungen. Diese sind durch genauere, auch die Kinderperspektive stärker in den Blick nehmende Untersuchungen bekannt. So provoziert die Realität eines Aufwachsens in Widersprüchen neue Hinterfragungen. Welche Ambivalenzen verbergen sich hinter dem Bild vom kompetenten Kind und vom Kind als Partner der Erwachsenen? Welche, auch kritische, neue Korrelationen ergeben sich mit der Realität der Erwachsenenwelt? Heute so häufig thematisierte Erziehungsprobleme werden als Probleme auch der Erwachsenenkultur aufgezeigt.Der Klappentext:Das vorliegende Buch geht von konkreten BEOBACHTUNGEN des Lebens von Kindern heute in Österreich, einem der reichen Länder Europas und der Welt aus. Dabei werden jene Details beim Namen genannt, die Kinderleben mitbestimmen. Sie sind eher implizit allen da und dort schon aufgefallen: materielle Armut wie Beziehungsarmut, neue Sinnfragen, zunehmende Instrumentalisierung. Die AutorInnen scheuen sich auch nicht vor forschungsbasierten DEUTUNGEN ihrer Beobachtungen. Veränderungen in den individuellen Leben der Erwachsenen, die deren Leben keinesfalls immer bereichern, aber auch vorwiegend ökonomistisch begründete Veränderungen der Gesellschaft, beeinflussen Kinderwelten. Konzepte von gelingendem Leben, von Bildung und Erziehung stehen so in komplexer Widersprüchlichkeit. Eine Lobby für Kinder Jede Generation erwirbt aus dem Umstand, dass sie von der Vorgeneration Lebenschancen erhalten hat, Verpflichtungen: zum einen die Vorgeneration am fortgesetzten Nutzen teilhaben zu lassen, und zum anderen, der Nachgeneration zumindest jene Lebenschancen zu hinterlassen, die sie selbst vorgefunden hat. Die AutorInnengruppe richtet den Fokus auf die Kinder von heute, die Bedrohungen ihrer Gegenwart und ihrer Zukunft, aber sie setzt auch Richtungspfeile für mögliche Veränderungen. Diese sollen sicherstellen, dass die nachfolgenden Generationen zu Recht Vertrauen und Mut fassen können, weil sie Lebenschancen haben. Es geht um die ethische Verpflichtung der Erwachsenen, nicht nur auf ihre Gegenwart zu achten. Ein zukunftswilliges Österreich muss konsequent die Kinder in die Mitte rücken und die Ordnung des gesellschaftlichen Lebens und Zusammenlebens auf ihre Kinderfreundlichkeit überprüfen. Veränderungen in Staat und Gesellschaft sollen in Zukunft im Rahmen einer KINDERVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG bewertet werden. Die AutorInnen wollen mit der vorliegenden Publikation pointiert öffentlich machen, dass die Situation der Kinder in unserer Gesellschaft „frag-würdig“ ist. Das gleiche gilt für unsere Gesellschaft, die sich selbst wie in einem Spiegel im Leben ihrer Kinder auch kritisch sehen und besser verstehen kann. Eine zukunftsfähige und zukunftswillige Gesellschaft wird ihren Umgang mit Kindern radikal und fundamental anders gestalten müssen. Die „Lobby für Kinder“, welche die AutorInnen gegründet haben, will Menschen und Gruppierungen im Land bewegen, gemeinsam, förderlich und sorgsam den Blick auf unsere Kinder und damit auch auf Familie und Gesellschaft zu richten. BestelldatenTitel: " Eine Lobby für Kinder" (red) |
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